Heinz Pangels
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Weihnachtsgruß 2000

Weihnachtsgruß 2000

Gedanken zur Geburt CHRISTI

GOTT kam durch Maria in diese Welt und nahm in Seinem Sohn JESUS CHRISTUS unsere menschliche Gestalt an, um uns mit Seiner Liebe und Güte ganz nahe zu sein. ER, der die Weit erschuf und uns zu Seinem Ebenbild, wollte diese Schöpfung nicht preisgeben.

ER liebte uns so sehr, dass ER bereit war, Sein Leben für uns dahinzugeben. Seine Liebe war stärker als der Tod.

Seine Liebe kennt keine Angst, keine Resignation, keine Trägheit, keine Gleichgültigkeit, keine Routine.

ER nimmt sich unser an und lässt sich auf jeden von uns persönlich ein. ER ist gekommen, um uns aus aller Schuld zu befreien.

Vertrauen wir uns Seiner Liebe an und danken IHM für sein Kommen.

Heinz Pangels, 2000

GEBET ZUM NEUEN JAHR

HERR, öffne unsere Augen,
damit wir im Menschen neben uns
den Nächsten sehen. Bewahre uns vor jeder Routine,
damit daraus kein Darüber hinwegsehen wird.

HERR, öffne unsere Ohren,
damit wir hören, wo uns der Nachbar braucht.
Bewahre uns vor jedem Hören,
das zur Routine wird und somit kein Zuhören mehr ist,

HERR, öffne unseren Mund und mache uns fähig,
für andere zu sprechen,
wenn diese unfähig geworden sind,
für sich zu sprechen und ihre Rechte zu wahren.
Bewahre uns vor vielem Reden,
wobei nichts gesagt wird.

HERR, öffne unsere Herzen,
damit wir fähig werden, mit anderen
zu fühlen und zu empfinden,
und diese auch Zugang zu uns finden.
Bewahre uns vor jeder Routine,
die recht bald oberflächlich wird
und damit gefühlskalt.

HERR, öffne unsere Hände, damit wir
mit anderen teilen, was wir besitzen.
Bewahre uns vor jedem Geben mit der linken Hand,
damit daraus keine Routine wird.

HERR, gib uns starke Arme, damit wir
zupacken können, wo wir gebraucht werden.
Bewahre uns vor jeder Hilfsbereitschaft,
die demütigend wird.
Mache fest unsere Füße, die uns befähigen,
weite Wege zu gehen.

HERR, durchdringe uns mit Deinem Geist,
der uns frei und lebendig macht.

HERR, sende uns Dein Licht, das unsere Finsternis erhellt.
Mache uns zum Tröger Deines Lichtes!

HERR, umfange uns mit Deiner Liebe.
Nie kann sie zur Routine werden.

HERR, bewahre uns alle vor allzu großer Ängstlichkeit,
vor Jeder Resignation, vor Jeder Trägheit,
vor jeder Gleichgültigkeit,
vor jeder Gewohnheit, vor jeder Routine.

Heinz Pangels

SEGENSSPRUCH zum NEUEN JAHR

Der HERR segne dich!
ER mache dich frei
von allen inneren und äußeren Zwängen.
ER gebe dir Mut und Kraft,
deinen eigenen Weg zu gehen,
den für dich bestimmten Weg
zu suchen und zu finden.

ER behüte dich
und schütze dich vor allem Unheil.
Nie sollst du dich verlassen fühlen und
widrigen Umständen hilflos ausgesetzt sein.
ER stelle dir jederzeit
einen guten Menschen zur Seite.

ER lasse sein Antlitz über dir leuchten,
sei dir gnädig
und schenke dir reichlich sein Erbarmen.
ER schenke dir offene Augen und Ohren,
auf dass du allezeit seine Taten
und Wunder erkennst
in den unscheinbaren Dingen des Alltags.

ER schenke dir jeden Tag ein fröhliches Herz,
ein Lächeln auf deinen Lippen,
ein Lachen, das andere mitreißt und frei macht,
und die Gabe, dich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Mit Seinem Segen sei ER dir alle Zeit nahe,
umgebe dich mit seinem Beistand,
auf dass du wachsen und reifen kannst
und deinen Weg findest.

So bewahre dich der HERR, dein GOTT,
der dich ins Leben rief und will,
dass du lebst und glücklich bist.

Heinz Pangels, 2000

VERTRAUEN AUF EINEN GUTEN GOTT

Mein persönliches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an GOTT,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge,
und daran, dass ER mich erschaffen hat.
ER gab mir Verstand
und einen freien Willen in vollem Bewusstsein,
dass dieser sich auch gegen IHN stellen kann.
Er schuf mich als eigenes freies personales Wesen,
das ER als Sein Gegenüber haben wollte.
ER lässt mich an Seiner Schöpfung Anteil haben
und will, dass ich diese
verantwortungsvoll mitgestalte.

ER überschaut die ganze Wirklichkeit
und ist weitaus anders gerecht, als wir es annehmen.
Seine Gerechtigkeit ist von Liebe
und Menschenfreundlichkeit geprägt.
Seine Vergebung gegenüber unserer Schwachheit,
unseren Fehlern und unserem Vergehen
sieht anders aus,
als wir es uns vorstellen.
ER vergibt uns unsere Schuld,
kennt unser Versagen und Scheitern,
hilft uns wieder auf die Beine
und stärkt unseren guten Willen.

ER hat einen bedeutend besseren Überblick,
denn er hat uns aus Seiner Liebe heraus erschaffen.
Daher übt ER auch keine Macht über uns aus,
weckt nicht Angst- und Schuldgefühle,
will keine Unterwerfung und keine Unterdrückung,
ER will, dass wir uns in Freiheit für IHN entscheiden
und uns bewusst zu IHM bekennen.

Ich glaube an JESUS CHRISTUS,
der durch Maria Fleisch angenommen hat
und somit unser Bruder geworden ist,
der uns die Liebe seines Vaters offenbart hat,
der uns vermittelt hat,
dass wir trotz unserer Fehler und Schwächen
von IHM geliebt werden und nicht verloren sind.

ER hat uns vorgelebt,
wie wir unserem Nächsten begegnen sollen,
wie wir uns der Armen, Gebrechlichen
und Bedrängten annehmen sollen,
und dass Geld und Macht nicht alles bedeuten.

ER hat uns das Heil zugesagt
und hat getilgt unsere ganze Schuld
durch seinen Tod am Kreuze.
Durch Seine Auferstehung
schenkt ER auch uns ein Leben nach unserem Tod
in Seinem Reich.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
den Geist GOTTES, der uns zu Seinen Kindern macht,
der uns erleuchtet und stärkt,
der unser Leben mit Seiner Kraft erfüllt,
der uns hält und trägt
und uns den Weg zum Vater weist.

Amen.

Heinz Pangels, 09/2000

Ein ökumenisches Credo

Wir glauben an Gott, der die Liebe ist,
an Gott, den Vater, zugleich Mutter,
an den Schöpfer des Universums,
der uns geschaffen hat als Frau und Mann,
der uns in die Freiheit stellt,
Leben zu erhalten, Frieden zu fördern,
Sorge zu tragen für die Schätze der Erde,
die uns allen geschenkt ist,
so dass die Menschen in Gleichheit
und Gerechtigkeit leben können.

Wir glauben an Jesus Christus,
den Bruder, Erlöser und Befreier,
geboren als Mensch in Israel von Maria,
erwählt, mit seinem Leben Gottes Nähe zu bezeugen.
Er gab denen, die unter dem Gesetz litten,
die befreiende Liebe und fordert auf,
jenen, die unter die Räuber fallen, Hilfe zu geben,
verkündet den Ausgegrenzten und Bedrückten
die Parteinahme Gottes,
gekommen, zu heilen und zu entschulden:
den Gefangenen Freiheit,
den Blinden, dass sie sehen,
den Unterdrückten Befreiung;
gefoltert und getötet am Kreuz
von den Mächtigen unter Pontius Pilatus,
auferweckt zum Leben, zur Hoffnung für alle,
er befreit und eint uns weltweit,
ohne Rücksicht auf Entfernung,
inmitten religiöser, kultureller
und politischer Verschiedenheit,
entgegen aller Trennung
miteinander und füreinander zu leben und zu entfeinden.
Er ruft uns zum dienenden Zeugnis, ,
entgegen der Macht der Starken
und der Stärke der Waffen.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
die Kraft des neuen Lebens in Christus,
der auch uns und alle Verhältnisse ändert,
der uns reich macht mit Mannigfaltigkeit in Einheit,
der uns sendet mit dem Ziel,
alle Menschen in neuer Gemeinschaft

zusammenzubringen durch ihn selbst,
den in Vielfalt einzigen Gott, der uns allen,
die den Schrecken des Todes erfahren,
die Hoffnung zum Leben gibt.

Amen.

Aus: Publik-Forum Nr. 18/2000
22. September 2000, Dossier S. VIII

Neujahrswunsch für das Jahr 2001

Einstieg ins Dritte Jahrtausend

Neues Jahr, sei uns herzlich willkommen!
Lass uns voll Vertrauen in die Zukunft schauen.

Zur Bewältigung der Zukunft brauchen wir keine verzagten Seelen, verworrenen Spinner und Phrasendrescher, keine reinen Pragmatiker, sterilen Dogmatiker, Ideologen und Fanatiker, keine Absolutisten und Fundamentalisten, Pessimisten und seelenlosen Typen.

Meine Wünsche an das Jahr 2001 sind:

Gib uns MENSCHEN mit frohen und mutigen Herzen sowie einem starken Glauben, die über die Wirren dieser Zeit hinaus Hoffnung und Zuversicht ausstrahlen.

Schenke uns MENSCHEN, die Vertrauen erwecken und bereit sind, der Liebe wegen Opfer zu bringen.

Sende uns MENSCHEN mit wachem Geist und klarem Verstand, die fähig sind, Phantasie zu entwickeln.

Schenke uns MENSCHEN mit einem guten Schuss Verwegenheit, Abenteuerlust und Risikobereitschaft.

Sende uns MENSCHEN, die mehr als nur ihr eigenes Wohl im Auge haben und die sich für andere einsetzen.

Gib uns MENSCHEN, die das Leben, sei es geboren oder ungeboren, schützen, die es wachsen und gedeihen lassen.

Schenke uns MENSCHEN, die auf andere zugehen, auf diese eingehen und mit ihnen fühlen.

Sende uns MENSCHEN, die in ihrer Persönlichkeit Ausstrahlungs- und Anziehungskraft besitzen und Gemeinschaft stiften.

Gib uns MENSCHEN, die das Wagnis mit der Wahrheit eingehen und durch diese überzeugen.

Schenke uns MENSCHEN mit Händen, die an- und zupacken können, ohne sie danach aufzuhalten; MENSCHEN mit breiten Schultern, die bereit sind, schwere Lasten zu tragen; MENSCHEN mit kräftigen Füßen, denen kein Weg zu weit ist.

Und schließlich: Sende uns MENSCHEN, die träumen von einer besseren Welt, damit wir den Kampf und den Wettlauf mit der schleichenden, alles erdrückenden Angst, mit der mehr und mehr um sich greifenden Resignation, mit der ständig wachsenden Trägheit, aus der die alles vernichtende Gleichgültigkeit hervorgeht, gewinnen.

Bewahre uns vor jeder Gewohnheit, die zur Routine wird, zur Oberflächlichkeit beiträgt und somit uns innerlich abstumpft. Wecke in uns mehr Bereitschaft, entschlossen und verantwortungsvoll zu handeln; lass uns Probleme lösen, statt sie zu verdrängen. Lass uns Mut und Kraft zuwachsen, notwendige Dinge anzupacken und Unabänderliches mit Geduld und Gelassenheit zu ertragen und zu tragen.

Schenke uns ein paar schöne und frohe Stunden, durchtränkt und gewürzt mit Witz und Humor, damit wir bei allem Elend und Ungemach erkennen, dass das Leben schön ist und es sich lohnt, auf dieser Welt zu sein. Mache uns bewusst, dass wir nicht alleine sind, und dass einer über uns wacht, der unser Leben In seinen Händen hält.

Heinz Pangels, 2000

© Heinz Pangels, 01/2004

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